UMTRIS

Im Zuge der Energiewende müssen nicht nur die Netze ausgebaut, sondern auch die Betriebsmittel an die geänderten Anforderungen angepasst werden. Ein zentraler Punkt ist es hierbei, die Störungsrate der Transformatoren auch in Zukunft möglichst gering zu halten und gleichzeitig die Umweltverträglichkeit zu berücksichtigen. Es gilt die Balance zwischen einer möglichst geringen Ausfallwahrscheinlichkeit und einer langen Betriebsdauer, und das auch bei steigender Auslastung und sich ändernden Betriebsbedingungen, zu finden.

Im Fokus des Forschungsprojektes UMTRIS (Umweltverträglichkeit von Transformatorölen – alternative Isolierflüssigkeiten) steht deswegen die Untersuchung von alternativen Isolierflüssigkeiten. Aufgrund der Gefahr von Ölbrandfällen und der Notwendigkeit zum Schutz der Umwelt und Gesundheit werden insbesondere auf dem europäischen Markt Alternativen zu Mineralölprodukten benötigt. Natürliche sowie synthetische Esterflüssigkeiten stellen hierfür eine Lösung dar. Allerdings müssen einige Faktoren noch genauer untersucht werden, um einen sicheren und effizienten Betrieb von Transformatoren gewährleisten zu können.

Ein Verbund aus vier Hochschulen und Universitäten (OTH Regensburg, OTH Amberg-Weiden, Westböhmische Universität Pilsen, Technische Universität Prag) hat es sich deswegen als Ziel gesetzt, die chemisch-physikalischen und dielektrischen Eigenschaften von alternativen Isolierflüssigkeiten (MIDEL-Öl, FR3 etc.) zu analysieren und deren Auswirkungen auf die Lebensdauer der Transformatoren zu untersuchen. Unterstützend ist auch der Transformatorenhersteller Starkstrom Gerätebau GmbH sowie die Europaregion Donau-Moldau Teil des Projektkonsortiums. Gefördert wird das dreijährige Forschungsprojekt vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, Landesentwicklung und Heimat im Rahmen des Programms für Bayerisch-Tschechische Forschungsverbünde.

Aufgabe der OTH im Projekt UMTRIS besteht in der Implementierung von alternativen Isolierflüssigkeiten in ein simulatorisches Alterungsmodell. Dieses dient zur Abschätzung der Lebensdauer von Transformatoren und kann zur Abbildung der Sensivitäten verschiedener Einflussfaktoren auf die Alterung verwendet werden. Berücksichtigt werden hierbei z.B. Konvetion, Wärmeleitung und Spannungsfestigkeit der Isolierflüssigkeit.

Eckdaten des Forschungsprojektes:

  • Laufzeit: 05/18 – 04/21
  • Projektvolumen: 360 Tsd. Euro
  • Volumen OTH: 104 Tsd. Euro
  • Partner: Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden, Westböhmische Universität Pilsen, Technische Universität Prag, Europregion Donau-Moldau, Starkstrom Gerätebau GmbH