KoKWK – Kompetenznetzwerk Kraft-Wärme-Koppelung

Das Kompetenzzentrum für Kraft-Wärme-Kopplung der OTH Amberg-Weiden bündelt seit 2012 die Forschungsaktivitäten und das Know-how der Fakultät für Maschinenbau/Umwelttechnik und ihrer Partner im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Durch die Überführung im Jahr 2017 in ein Kompetenznetzwerk Kraft-Wärme-Koppelung KoKWK, bestehend unter anderem aus einer Kooperation zwischen der OTH Amberg-Weiden und der OTH Regensburg, können die Themenfelder rund um die KWK vollumfassend bearbeitet werden.

Die Forschungsschwerpunkte des Projekts der OTH Amberg-Weiden liegen auf der Verbesserung der Energieeffizienz, Reduzierung der Emissionen, dem Einsatz von Brennstoffen aus Biomasse und Weiterentwicklung neuer innovativer KWK-Systeme und -verfahren. Hier kann sich die OTH Regensburg, neben den Forschungskompetenzen auf den Gebieten Energieerzeugung, Energieeffizienz und Energiespeicher insbesondere mit der Expertise im Bereich der Stromnetze einbringen. Dadurch kann das Themenfeld elektrische Energieverteilung abgedeckt werden.

Übergeordnetes Ziel der Forschungsarbeiten im Forschungsverbund ist die Erweiterung des Einsatzspektrums und die Flexibilisierung der Kraft-Wärme-Kopplung in allen Bereichen, angefangen von der Verbreiterung der nutzbaren Brennstoffbasis durch Sonderbrennstoffe über exergetisch hochwertige Wärmenutzungen (Dampf, Abwärmeverstromung, …) oder die Kälteerzeugung, bis hin zur Erbringung von Systemdienstleistungen im elektrischen Netz und die digitale Vernetzung in kommunalen und industriellen Energieversorgungssystemen. Nachdem in der ersten Förderphase der methodische Schwerpunkt auf der Entwicklung der Infrastruktur des Prüfstandes und der experimentellen Messmethoden lag, sollen nun in der zweiten Phase verstärkt computergestützte Entwicklungsmethoden eingesetzt und weiterentwickelt werden.

Das Ziel der Forschungsarbeiten der OTH Regensburg ist es, die mögliche Erbringung von Systemdienstleistungen aus KWK-Anlagen hinsichtlich ihres technischen und wirtschaftlichen Nutzens bewerten zu können. Dies soll auf Basis eines deutschlandweiten Netzmodells erreicht werden, welches die Niederspannung bis zur Höchstspannung abdeckt. Über bestimmte Charakteristiken, z. B. Einfluss der „Wärme‑/Strom-Kopplung“ im betrachteten Versorgungsgebiet, kann das Potenzial der KWK-Anlagen nicht nur standortscharf, sondern auch in einer deutschlandweiten Simulation tages- und jahreszeitabhängig analysiert werden.

Das vierjährige Forschungsprojekt wird vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst gefördert.

Eckdaten des Projekts:

  • Laufzeit: 01/2017 – 12/2020
  • Volumen OTH Regensburg: ca. 500 Tsd. Euro
  • Kooperationspartner: OTH Amberg-Weiden